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SV Ingelheim - SK Gau-Algesheim (22.04.07, 2.RLP-Liga-Süd, 9. Runde)
von Felix Kling

Da die letzte Runde immer in Kaiserslautern gespielt wird, brachte uns der Heimvorteil leider nichts.
In Ingelheim fand am gleichen Tag auch ein Bürgerentscheid statt, weshalb der pflichtbewusste Bürger noch vor dem Spiel zur Wahl ging. Ich bevorzugte es etwas länger im Bett liegen zu bleiben, aber Alexander Sperling war noch wählen, bevor wir dann zum Bäcker aufbrachen.
Diesmal änderte Alexander seine Strategie und nahm eine Laugenstange statt des Laugenbrötchens mit auf die Reise.
Unser Abstieg stand sowieso schon fest, wir konnten also ganz befreit ausfspielen.
Die 2. Mannschaft spielte auch am gleichen Tag und Olaf Stephan und Peter Römer konnten leider nicht mitspielen, weshalb wir 2 Bretter freilassen mussten.
An den Brettern 2, 4 und 5, an denen Raphael Zayadeh, Jörg Weyerhäuser und Alexander Sperling spielten, einigte man sich schnell auf ein Remis, Vincent Bremer folgte bald an Brett 6.
Dr. Andreas Hipler spielte recht gut und hatte bald einen größeren Vorteil, der eigentlich zum Gewinn hätte reichen sollen. Irgendwie entstand dann aber ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das nur noch Remis war. Aber wenigstens hatte Andreas gekämpft.
Kommen wir nun zum ersten Brett. Ich spielte gegen GM Ovsejevitsch, der schon früh einen Fehler beging und keinen Voteil nach der Eröffnung hatte. Die Damen waren sowieso schon getauscht worden und die Partie dauerte immer länger. Meine beiden Remisgebote lehnte er ab. Kurz vor der Zeitkontrolle übersah ich eine ganz einfache Springergabel (eigentlich ziemlich peinlich :) ), die aber glücklicherweise nicht gefährlich war, da mein Gegner den Mehrbauern wieder zurückgeben musste. Die Stellung war jetzt zwar noch ausgeglichen, aber nicht so einfach zu verteidigen für Schwarz. Um mich herum hatten schon fast alle ihre Partien beendet, da beging ich (nach über 5 Stunden) einen Fehler, wonach mein Gegner mit seinem Bauern durchlaufen konnte und ein Endspiel Dame gegen Spinger entstand. Einen Zug bevor ich mattgesetzt worden wäre fiel dann mein Blättchen.
Die Partie war die letzte Partie der Zentralrunde und hatte fast 6 Stunden gedauert. Dafür, daß mein Gegner über 700 DWZ-Punkte mehr hatte (wobei ich ja glaube, daß ich ein wenig stärker als 1800 spiele) war das keine besonders übezeugende Leistung, finde ich.

Für alle, die die Partie interessiert, habe ich sie kommentiert und als .pgn- (für Schachprogramme) und .pdf-Datei gespeichert.

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SK Ludwigshafen II - SV Ingelheim (25.03.07, 2.RLP-Liga-Süd, 8. Runde)
von Felix Kling

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir lagen zwar vor diesem Spieltag auf dem letzten Platz, mit zwei Siegen hätten wir trotzdem theoretisch noch den Klassenerhalt ermöglichen können, aber leider war Fortuna uns nicht hold. Beginnen wir aber besser ganz von vorne.
Olaf Stephan und Vincent Bremer konnten nicht mitspielen, deswegen sprangen Maik Braun und Anton Feiertag an den letzten Brettern ein.
Vor der Fahrt waren Alexander und ich natürlich noch beim Bäcker, dort wurden die Rosinenbrötchen und das Laugenbrötchen diesmal von der Verkäuferin vorsorglich getrennt, weshalb Alexander Sperling gleich zwei Brötchentüten auf die Reise mitnahm.
Kurz vor dem Ziel wurden wir wieder einmal von der nahezu perfekten Vorbereitung unserer Gegner überrascht (nein, geschlossenen Bäckereien waren es diesmal nicht (wäre sowieso nicht schlimm gewesen, Alexander hatte sich ja schon Brötchen besorgt), unsere Gegner waren kreativer): Die Ausfahrt Richtung Mannheim war gesperrt, weshalb wir bei der nächsten Ausfahrt wenden mussten und schließlich aus der anderen Richtung die Ausfahrt nehmen konnten.
So kamen wir gerade noch pünktlich an unserem Ziel an, wobei noch eine Hälfte der Mannschaft, die in Mainz losgefahren war, fehlte. 10 Minuten später trafen dann aber auch diese ein, allerdings fehlte der Spieler von Ludwigshafen an Brett 6 noch.
Meine Partie an Brett 1 begann richtig schlecht für mich, mein Gegner spielte schon nach 4 Zügen einen Zug, den ich in meiner Vorbereitung vergessen hatte, weshalb ich diesen widerlegen wollte, was gründlich schiefging. Ich verrechnete mich und opferte erst einen Bauern (was noch gar nicht so schlimm war) und dann eine Figur gegen 2 Bauern. Danach stand ich sehr schlecht, ich gab aber noch nicht auf (ein paar Fallen waren noch drin).
Besser sah es da für Maik an Brett 7 aus. Sein Gegner spielte die Eröffnung ungenau und hatte bald eine schlechtere Stellung. Der Gegner von Dr. Andreas Hipler an Brett 6 erschien dann gerade noch rechtzeitig (etwa 50 Minuten zu spät, hatte er die Zeitumstellung verschlafen?). In der nächsten Stunde passierte nicht viel, dann aber stellte Andreas eine Figur ein und wurde bald darauf noch mattgesetzt.
Auch ich gab schließlich auf, nachdem mein Gegner kurz davor war einen Bauern umzuwandeln.
Während ich mit meinem Gegner noch meine Partie analysierte, erfuhr ich dann, daß auch Anton Feiertag (Brett 8) und Peter Römer (Brett 4), der in eine sehr passive Stellung geraten war, aufgegeben hatten. Alexander Sperling (Brett 5) folgte bald. Somit stand es nach etwa 4 Stunden schon 5:0 gegen uns.

Bild
Dr. Andreas Hipler (ganz vorne) hat die Zeichen der Zeit erkannt und liest ein Pokerbuch. Im Hintergrund erkennt man zwei der letzten Überlebenden (von links nach rechts, wir saßen auf der linken Seite der Tische): Maik Braun (Raphael Zayadeh ist verdeckt) und Jörg Weyerhäuser.

Maiks Stellung war schließlich nicht mehr so gut und Raphael Zayadeh hatte an Brett 2 ein Endspiel mit einem Mehrbauern erreicht.
Jörg Weyerhäuser landete an Brett 3 in einem Endspiel mit gleichfarbigen Läufern, das aber nur Remis war, da die Könige nirgends durchbrechen konnten und auch die Läufer nicht viel ausrichten konnten. Schließlich einigte sich Jörg mit seinem Gegner auf das Unentschieden.
Das Ende dieses Kampfes wollte ich mir nicht mehr anschauen und fuhr zusammen mit Jörg, Alexander und Anton nach Hause.
Wie ich nachher erfuhr konnte Raphael nicht mehr gewinnen und spielte Remis, Maik verlor seine Partie.
Endstand: 1:7 für Ludwigshafen.

Fazit: Nie mehr 2. Liga!

SV Ingelheim - Vorwärts Orient Mainz (04.03.07, 2.RLP-Liga-Süd, 7. Runde)
von Felix Kling

Mit Vorwärts Orient Mainz hatten wir einen Gegner, den wir noch gut aus der 1. Rheinhessenliga kennen - schließlich hatten wir in der Saison 2004/2005 gleich zwei Spiele um den Aufstieg gegen Vorwärts Orient gespielt, wobei uns beim ersten Spiel noch ein Unentschieden gereicht hätte und wir damals 3,5:4,5 verloren, weshalb ein Stichkampf notwendig wurde (sowohl Mannschafts- als auch Brettpunkte waren genau gleich), den wir dann aber für uns entscheiden konnten.
Vorwärts Orient war auch unser letzter Gegner aus der unteren Tabellenhälfte (gegen SK Ludwigshafen II und Gau-Algesheim wird es wahrscheinlich schwieriger), also durchaus schlagbar. Da wir noch keinen einzigen Mannschaftspunkt hatten und nur noch 2 Spieltage vor uns liegen, musste also unbedingt ein Sieg her.
Unsere 1.Mannschaft war komplett, aber auch Vorwärts Orient reiste ohne Ersatzspieler an.
Wie immer waren nicht alle unsere Spieler pünktlich und so konnte Vincent Bremer - ganz nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!" - sich noch aussuchen, an welchem Brett er spielt.
Alexander Sperling, der natürlich noch beim Bäcker war (Diesmal gesellte sich zu der Brezel noch ein Laugenbrötchen und ein Schokoladenbrötchen, da die Rosinenbrötchen ausverkauft waren. Außerdem hatte Alexander noch einen Kaffee beim Bäcker erstanden.), kam etwa 15 Minuten zu spät und musste dann an Brett 4 spielen ("Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...").
Mein Gegner an Brett 1 schien schlagbar zu sein, schließlich hatte er eine DWZ knapp unter 2000. In der Eröffnung spielte er etwas ambitionslos und konnte keinen Vorteil erlangen. Ich kannte mich ganz gut mit der entstandenen Stellung aus und hatte bald einen größeren Zeitvorsprung.
Zwischendrin kam dann noch Raphael Zayadeh, der seinen Gegner an Brett 2 eine halbe Stunde warten ließ und dann die Eröffnung sehr schnell spielte, während sein Gegner sich sehr viel Zeit für seine Züge nahm.
Diesmal gab es keine frühen Entscheidungen und erst nach etwa 2 Stunden gab es erste Ergebnisse.
Olaf Stephan sagte noch vor der Partie, daß die Liga für ihn etwas zu hoch sei, remisierte aber seine Partie an Brett 8 und hat jetzt schon das dritte Remis hintereinander erreicht. Wirklich unzufrieden mit seinen bisherigen Ergebnissen kann aber Dr. Andreas Hipler sein, der diesmal fröhlich eine Figur für einen Angriff opferte. Zwar bekam er 2 Bauern für die Figur, aber ich bin mir nicht sicher, ob das genug war. Gleich viel besser sah es für Vincent Bremer aus, der sich gegen den Angriff seines Gegners gut verteidigen konnte. Sein Gegner kam dann in Zeitnot und das danach erreichte Endspiel war für Weiß nicht mehr zu halten. Übrigens ist er der einzige Spieler aus der unteren Hälfte unserer Mannschaft, der eine seiner DWZ entsprechende Leistung gezeigt hat (wobei wir eigentlich noch +50 Punkte für das Kind addieren müssen)!
Mit seinem Sieg war der Grundstein für unseren Erfolg gelegt, aber natürlich mussten weitere Punkte her. Dafür sorgte Raphael, dessen Gegner mit wenigen Sekunden auf der Uhr kurz vor dem Matt aufgab.
Zwischenstand: 2,5:1,5
Am 6. Brett konnte Andreas seine Niederlagenserie nicht beenden (er hat jetzt zweimal hintereinander lang rochiert- darf man das überhaupt? :) ) und stellte einen Turm ein, wonach er sofort aufgab.
Jörg Weyerhäuser verlor an Brett 3 ein Turmendspiel (die Runde Ouzo musst Du trotzdem noch ausgeben, Jörg!). An Brett 5 hatte Peter Römer, der übrigens unheimlich schnell schwierige Sudokus lösen kann aber leider noch nicht die Lösungsalgorithmen für Schach herausgefunden hat, ein wenig Glück, daß sein Gegner eine Kombination, die eine Figur gewonnen hätte, übersah und in eine verlorene Stellung geriet. Nach der Zeitkontrolle dauerte es nicht mehr lange bis Peters Gegner aufgab.
Es stand also 3,5:2,5 und an den verbleibenden Brettern sah es gut für uns aus.
Ich hatte ein remisverdächtiges Endspiel erreicht, in dem die Bauern am Damenflügel sich verkeilt hatten und auch am Königsflügel kein Durchkommen war. Zwar gab es noch einige Fallen, auf die ich aufpassen musste, aber wirklich gefährlich konnte mein Gegner mir nicht werden.
Alexander hatte ein gewonnenes Turmendspiel auf dem Brett und bekam von seinem Gegner ein Remis angeboten. Das lehnte Alexander ab, spielte aber einen Zug, der nur zur Zugwiederholung führte und einigte sich schließlich mit seinem Gegner auf ein Remis.
Irgendwie vermisse ich bei Alexander den unbedingten Siegeswillen (5 Remisen und ein Sieg bisher), vielleicht liegt das ja daran, daß Alexander gerne wieder küzere Fahrtstrecken bei Auswärtsspielen hätte :) . Es bleibt ihm aber weiterhin der Mythos der Unbesiegbarkeit.
Ich musste also noch das Remis sichern, was mir auch leicht gelang. Am Ende wurden fast alle Figuren getauscht und es entstand ein Läuferendspiel, das offensichtlich nicht zu gewinnen war. Mein Gegner akzeptierte schließlich fluchend das Remis.
Endstand: 4,5:3,5
Es ist übrigens der erste Sieg unserer Mannschaft in der 2.Rheinland-Pfalz-Liga Süd (letzte Saison kamen wir ja über ein Unentschieden nie hinaus). Dies ist hoffentlich der Beginn einer Siegesserie, denn dann wäre der Klassenerhalt noch möglich!

Wenn mich jemand daran erinnert, kann ich übrigens beim nächsten Mannschaftskampf noch Photos für den Bericht aufnehmen.

SV Ingelheim - Wormser Schachverein (11.02.07, 2.RLP-Liga-Süd, 6. Runde)
von Felix Kling

Eigentlich wollte ich diesen Bericht - wie üblich - wieder mit der alles entscheidenden Frage, ob Alexander seine Brötchen bekommen hat, beginnen. Aber leider hatte er und drei weitere Spieler aus der ersten Mannschaft aus mehr oder weniger guten Gründen abgesagt (Jörg Weyerhäuser ist z.B. nach Korea geflohen um sich vor der Runde Ouzo zu drücken).
Fünf Tage vor dem Spiel war unser Mannschaftsführer Dr. Andreas Hipler kurz davor das Spiel ganz abzusagen, da nur drei Spieler bis dahin fest zugesagt hatten. Glücklicherweise sagten noch vier Spieler zu, allerdings waren davon drei Spieler aus der 2. Mannschaft, was unseren ohnehin unglaublich hohen DWZ-Schnitt auf sensationelle 1730 senkte.
Unser Gegner aus Frankenthal, der sich Wormser Schachverein nennt, kam dann auch nicht in Bestbesetzung, was jedoch unsere Chancen auch nicht besonders erhöhte, immerhin spielte IM Kurtenkov mit.
Da wir ein Brett freilassen mussten, lagen wir also direkt 0:1 zurück.
Peter Römer stellte an Brett 4 schon in der Eröffnung einen Bauern ein und musste bald aufgeben, wonach Berit Pommerin, die an Brett 7 spielte, erleichtert war, daß sie nicht als erste verliert. Ihre Stellung sah aber noch normal aus.
Raphael Zayadeh, der dreist eine halbe Stunde später gekommen war (wahrscheinlich um zu zeigen, daß er Student ist), machte recht zügig ein Remis. Insgesamt hat er jetzt 3 Punkte aus 6 Partien gegen einen Gegnerschnitt von 2095, was sich sehen lassen kann.
IM Kurtenkov spielte gegen mich an Brett 1 einen Aufbau mit e4/d4, was recht ungewöhnlich für ihn ist, da er normalerweise laut Datenbank einen Aufbau mit g3/c4 usw. bevorzugt. Vielleicht sah er einfach meine DWZ und dachte, daß er gegen mich alles spielen kann. Leider hatte er Recht...
An Brett 8 spielte Stefan Keim, der seine Entwicklung ein wenig vernachlässigte und recht bald passiv stand. Irgendwann stellte er dann die Qualität ein, indem er einen seiner Türme blockierte, der dann nicht mehr einem Angriff des gegnerischen Läufers ausweichen konnte. Danach war es nur noch eine Frage der Zeit, er spielte aber noch bis zum bitteren Ende und wurde dann mattgesetzt.
Währenddessen hatte ich eine ausgeglichene Stellung erreicht, nachdem mein Gegner ziemlich harmlos gespielt hatte und schon allein für den 7. Zug etwa eine halbe Stunde verbrauchte (er kannte sich offenbar in der Eröffnung, die wir spielten, nicht aus).
An Brett 6 verlor Anton Feiertag seine Partie gegen einen fast 400 Punkte stärkeren Gegner. Es stand also, da es schon 0,5:4,5 stand, fest, daß wir den Kampf verloren hatten.
Andreas musste sich an Brett 6 gegen einen Angriff am Königsflügel verteidigen, konnte aber noch seine Stellung zusammenhalten. Berit Pommerin überspielte an Brett 7 ihren Gegner, der schließlich in Zeitnot Fehler machte und eine Springergabel ermöglichte, wonach wohl eine Qualität verloren gegangen wäre. Er bot dann ein Remis an, das Berit auch annahm. Vielleicht ist Berit, die an Brett 8 unserer 2. Mannschaft gesetzt ist, vorher einfach unterfordert worden. Wenn unsere hinteren Bretter weiter so wenige Punkte holen (unsere letzten 3 Bretter haben bisher 2,5 Punkte aus 14 Partien erspielt), können wir sie ja nochmal als unsere Geheimwaffe einsetzen :) .
Wo wir gerade schon bei den hinteren Brettern sind: Andreas, der bisher in dieser Saison kein Glück hatte, verpasste den richtigen Augenblick um in ein gewonnenes Bauernendspiel überzugehen und verlor seine Partie.
Wieder einmal spielte ich die längste Partie des Mannschaftskampfes (irgendetwas muss ich da falsch machen) und konnte mich gerade darüber freuen, daß ich eine gute Stellung erreicht hatte. Zudem hatte ich fast eine Stunde mehr auf der Uhr und mein Gegner hatte nicht mehr viel Zeit. Dann stellte ich einfach einen Bauern ein und konnte wenige Züge später aufgeben (mehr schreibe ich diesmal nicht über meine Partie, sonst wird ja wieder im Gästebuch rumgemeckert :) ).
Endstand: 1:7.
Netterweise waren bis auf Andreas alle anderen Spieler schon gegangen, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken möchte. Ich weise darauf hin, daß beim Abbauen die Weisheit "Viele Köche verderben den Brei" nicht gilt (zumindest bei acht Personen).
Wir hofften dann in der Pizzeria noch Reste unserer Mannschaft anzutreffen, aber dort saßen nur Spieler von Worms.

Fazit: Genau so steigt man ab.

SC Ramstein-Miesenbach - SV Ingelheim (21.01.07, 2.RLP-Liga-Süd, 5. Runde)
von Felix Kling

Es gibt Dinge, über die man nicht gerne spricht (oder schreibt). Für mich gehört der letzte Spieltag auch dazu. Dabei hatten wir diesmal eigentlich alles richtig gemacht und und waren schon vor der Fahrt beim Bäcker (Verkäuferin: "Können die Rosinenbrötchen und die Brezel zusammen in eine Tüte?" Alexander Sperling: "Ja- aber nur wenn die sich da drin vertragen!").
Für Olaf Stephan spielte Maik Braun, der sich nicht so recht dankbar für die große Ehre, in der ersten Mannschaft spielen zu dürfen, zeigte und nicht pünktlich an unserem Treffpunkt war ;) .
Trotzdem kamen wir rechtzeitig in Ramstein-Miesenbach an. Der Rest der Mannschaft wollte eigentlich auch mit einem Auto fahren, kam dann aber mit zwei Autos, wieso weiß ich auch nicht genau. Hauptsache wir waren halbwegs pünktlich vollzählig.
Ich spielte am ersten Brett gegen Dennis Nasshan, der direkt nach meinem zweiten Zug schon länger nachdachte. Ich war aber ganz gut vorbereitet und landete in einer mir vertrauten Stellung, in der ich die bessere Bauernstruktur und mein Gegner das Läuferpaar hatte. Alexander remisierte seine Partie relativ schnell, Andreas Hipler stellte beim versuch Raum zu gewinnen einen Bauern ein und landete in einem schlechten Endspiel. An Brett 3 konnte Jörg Weyerhäuser wieder gewinnen und hat damit bisher eine Leistung von über 2350 erspielt (Wie macht er das nur?...). Vincent Bremer geriet an Brett 6 in eine schwierige Stellung, die bald auseinanderfiel. Leider hatte IM Dückstein mit seinem Spruch "Ein Kind kostet ca. 100 Elo" offenbar recht. Bestimmt hätte Jörg auch die 100%, wenn da nicht die Kinder wären. Besser lief es für Peter Römer, der zwar auch eine passive Stellung hatte, aber von seinem Gegner eine Figur nach der anderen bekam. Danach musste er nur noch den Angriff seines Gegners überleben, dem schließlich die Zeit ausging. Vorne sah es auch gut für uns aus, nur an den hinteren Brettern mal wieder nicht. Während Andreas einen langsamen und qualvollen Tod im Damenendspiel starb, konnte Maik Braun am letzten Brett seinem Gegner nie wirklich gefährlich werden und verlor seine Partie.
Die letzten drei Bretter verloren also ihre Partien und ein weiterer Sieg musste her.
Raphael Zayadeh wickelte in ein Turmendspiel ab, das nicht gewonnen werden konnte und spielte Remis. Alles hing nun am Ingelheimer Spitzenbrett. Ich hatte bereits einen Bauern gewonnen, einen klaren Gewinnweg fand ich aber nicht. So probierte ich einfach ein paar Ideen aus, bis mein Gegner, der seine Fingernägel aufzuessen begann, schließlich Fehler machte und seinen schwarzfeldrigen Läufer einsperren ließ. Danach wartete ich noch auf den richtigen Moment um die Stellung zu öffnen und spielte schließlich meinen Bauern nach e4, wonach die schwarze Stellung zusammenfiel. Mein Gegner jedoch begann mit unfairen Mitteln zu spielen und hielt einen Zug nach dem Bauernvorstoß die Uhr an um Remis nach der 50-Züge-Regel zu beantragen, obwohl er mehrmals darauf hingewiesen wurde, daß ich gerade einen Bauern gezogen hatte. Ich hatte noch 4 Minuten und eine Sekunde auf der Uhr, während mein Gegner eine Minute und 44 Sekunden hatte. Ich bekam 2 Minuten dazu, die mir aber nicht viel halfen, da der Wettkampfleiter mich dazu aufforderte, wieder meine Züge zu notieren, was mich etwa eine Minute kostete. Nach einer Springergabel konnte ich dann eine Figur gewinnen, die ich direkt wieder hergab um in ein einfach gewonnenes Endspiel zu gehen. Wer mich aber kennt, der weiß, daß ich nicht besonders gut Blitzschach spiele. Nach 6 Stunden Spielen schon gar nicht. Ich begann nervös zu werden und machte einen entscheidenden Denkfehler, wonach ich mich entschied in ein Damenendspiel abzuwickeln, das Remis war.
Ich bin dafür, daß man wieder nach dem 60. Zug 30 Minuten dazu bekommt, irgendwie ist es nicht schön, wenn eine Partie nach 6 Stunden so endet.
Jetzt können wir uns wirklich auf die 1. Rheinhessenliga vorbereiten, da wir jedem anderen Abstiegskandidaten zwei Punkte mitgegeben haben und ich nicht glaube, daß wir gegen Worms viele Punkte holen werden.
Das einzig positive, was ich nach diesem Spieltag als Fazit sagen kann, ist, daß sich die Rosinenbrötchen mit der Brezel vertragen haben.

SV Ingelheim - SC Dahn (17.12.06, 2.RLP-Liga-Süd, 4. Runde)
von Felix Kling

Mit Dahn hatten wir wieder einen Gegner, bei dem wir hofften ein paar Punkte im Abstiegskampf zu holen. Allerdings war es bis kurz vor dem Spiel noch nicht klar, ob wir komplett antreten werden, da Alexander Sperling erst in letzter Minute fest zusagte. Trotzdem waren wir um 10:00 Uhr nicht komplett, da einige noch ausschlafen wollten, um 100% geben zu können. Unsere Gegner spielten nicht in Bestbesetzung, wir hatten also eigentlich wieder ganz gute Chancen auf Punkte.
Ich spielte an Brett 1 gegen Bernhard Guttenbacher, der sich etwas Zeit für seine Züge ließ. Ich hatte bereits nach wenigen Zügen eine passive Stellung und mein Gegner konnte am Königsflügel aufmarschieren. An Brett 3 konnte Jörg Weyerhäuser in der Eröffnung einen Bauern gewinnen, aber irgendwie war er nicht hundertprozentig bei der Sache und warf seine Dame den gegnerischen Figuren zum Fraß vor, bekam dafür aber immerhin noch Läufer und Turm. Dr. Andreas Hipler spielte an Brett 7 gegen das Blackmar-Diemer-Gambit und hatte einfach einen Bauern mehr. Schlechter sah es an Brett 5 aus, Vincent Bremer wurde von seinem Gegner zerlegt und ließ sich noch das Matt zeigen. Auch nicht richtig gut lief es an Brett 4 für Alexander, der schließlich ein Remis annahm, und für Peter Römer, der keinen Angriff am Königsflügel entwickeln konnte, dann am Damenflügel überrollt wurde, schließlich einen Freibauern nur noch unter Figurenopfer hätte aufhalten können und daher aufgab. An Brett 8 hatte Olaf Stephan eine ganz gute Stellung erreicht, verpasste aber den richtigen Augenblick um zu gewinnen und einigte sich dann mit seinem Gegner auf ein Remis.
So stand es also 1:3 und wir brauchten dringend Punkte.

An Brett 2 kam der erste, da Raphael Zayadeh einen gegnerischen Bauern, der sich zu weit vorgewagt hatte, gewinnen konnte und schließlich in ein gewonnenes Turmendspiel abwickelte. Sein Gegner hatte keine andere Wahl und musste aufgeben. In der Zwischenzeit hatte Andreas ein Remisangebot seines Gegners abgelehnt und - oje oje - seinen Mehrbauern zurückgegeben, nachdem er die Möglichkeit in ein ausgeglichenes Turmendspiel abzuwickeln ausgelassen hatte. Danach standen seine Figuren viel schlechter als die seines Gegners und er musste schließlich aufgeben. Somit mussten noch 2 Punkte her.
Ich hatte sehr schnell gespielt und mein Gegner hatte 10 Züge vor der Zeitkontrolle nur noch wenige Minuten auf der Uhr. Da ich aus meinen Fehlern in Landau etwas gelernt hatte, nahm ich mir für meine Züge relativ viel Zeit und konnte mit ein bisschen Mithilfe meines Gegners, der im 39. Zug seine allerletzte Chance eine vielversprechende Stellung zu erreichen verstreichen ließ (natürlich kann man von niemandem erwarten, daß man in Zeitnot ein Qualitätsopfer spielt, Rybka findet die weiße Stellung nach dem Opfer noch ziemlich gut (und ich auch)). Mein Gegner konnte dann nur noch einen Bauern opfern und kam in eine sehr unangenehme Stellung, die für Schwarz (wenn auch nicht ganz so einfach) gewonnen war. Netterweise stellte er aber im 43. Zug seine Dame ein (er hatte ein Qualitätsopfer mit nachfolgender Springergabel übersehen), wonach auch noch ein Matt in wenigen Zügen gefolgt wäre. Das wollte er sich aber nicht mehr zeigen lassen und gab auf.

Also musste Jörg gewinnen, damit wir wenigsten einen Punkt bekommen. Es sah auch ziemlich gut aus für ihn, denn seine Figuren spielten perfekt zusammen und die gegnerische Dame musste dabei zusehen, wie ein Bauer nach dem anderen verspeist wurde. Schließlich entstand ein Endspiel Turm, Springer und 3 verbundene Bauern gegen Dame. Jörg war sich siegessicher und malte "100%" in die Luft. Er konnte auch schon dank einer Springergabel seinen e-Bauern auf die dritte Reihe vorrücken, doch er spielte unkonzentriert und stellte einen "tragenden Bauern" ein, wonach seine Stellung in sich zusammenfiel.
Die Partie endete also Remis und wir verloren wieder knapp mit 3,5-4,5.
Jörg hat jetzt nur 87,5% der möglichen Punkte geholt, wenigstens bleibt ihm noch der Mythos der Unbesiegbarkeit. Als Fazit kann man sagen, daß wir hinten mehr Punkte holen müssen, wenn wir noch einen Kampf gewinnen wollen.

SC Bellheim - SV Ingelheim (26.11.06, 2.RLP-Liga-Süd, 3. Runde)
von Felix Kling

Wieder durch einen Ausfall geschwächt (für Vincent Bremer spielte Maik Braun) fuhren wir nach Bellheim. Geradezu paradiesische Zustände herrschten dort- direkt neben dem Spiellokal befand sich nämlich eine Bäckerei, in der sich Alexander Sperling gleich mit Brötchen versorgte (Landau könnte sich ruhig eine Scheibe von Bellheim abschneiden). Schwierigkeiten hatten wir aber beim Finden des Eingangs zum Spiellokal, da ich auf den ersten Blick annahm, das Holzbrett würde zu einem Taubenverschlag führen. Innen sah es dann aber schon viel besser aus :).
Von den ersten acht gemeldeten Spielern von Bellheim sind fünf Schweizer, weshalb die Mannschaft nicht ganz so stark ist, wie es im Saisonheft aussieht (bei Mannschaftskämpfen dürfen pro Mannschaft nur zwei Spieler eingesetzt werden, die nicht die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes besitzen (wobei es Ausnahmen gibt, siehe Turnierordnung SBRP)).
Allerdings spielte an Brett 1 IM Markus Klauser, der wohl doch "etwas" besser als ich spielt (560 Punkte DWZ-Unterschied...).
An Brett 6 verlor Dr. Andreas Hipler seine Partie sehr schnell, weshalb wir schon früh 0:1 zurücklagen. Auch Maik Braun geriet schnell in eine schlechte Stellung, nachdem er einen Springer eingestellt hatte. Olaf Stephan spielte gegen die Philidor-Verteidigung und hatte schnell eine aktivere Stellung als sein Gegner. Als ich dann an das Brett von Alexander kam, hatte ich ein Deja-vu- er hatte gerade eine Figur gewonnen. Allerdings gab sein Gegner diesmal direkt auf und es stand 1:1. Auch Jörg Weyerhäuser gewann seine Partie und hat damit bisher alle Partien in der Saison gewonnen (ich würde sagen, da ist eine Runde Ouzo fällig :) ).
Schließlich spielten noch Raphael Zayadeh und Olaf Stephan, der damit die lange Rochade verhinderte, Remis. Maik mußte dann auch aufgeben, zwar hatte er noch etwas Angriff, aber mit einer Figur weniger spielt es sich einfach nicht so gut. Also stand es 3:3 und nur noch Peter Römer (an Brett 4) und ich spielten. Peter hatte eine komplizierte Partie und seine Stellung war relativ passiv. Der Partieausgang war aber noch offen. Ich war erst ganz gut aus der Eröffnung gekommen, spielte dann aber ungenau (man könnte auch einfach schlecht sagen) und mußte einen Bauern geben. In dem entstandenen Endspiel hatte ich keine Chancen mehr (spätestens nachdem der gegnerische Mannschaftsführer zwischendurch bei meinem Gegner nachfragte, ob die Partie noch Remis enden könnte und er ganz entgeistert mit "nein" antwortete, war mein letztes Fünkchen Hoffnung erloschen) und mußte mit ansehen, wie sich mein Gegner langsam (typisch Schweizer ;) ) aber sicher einen Freibauern bildete. Peter machte dann aber einen Fehler und verlor seine Partie. Auch ich gab schließlich auf, da ich mir die Umwandlung des Bauerns nicht mehr zeigen lassen wollte.
Ich möchte noch hinzufügen, daß unsere Gegner sehr freundlich waren, allerdings wollten auch sie uns eben leider keinen Punkt mitgeben :(.
Also endete der Kampf mit 3:5 und wir können unsere Aufstiegspläne endgültig begraben :).

SV Ingelheim I - ESV Ludwigshafen (05.11.06, 2.RLP-Liga-Süd, 2. Runde)
von Felix Kling

Das erstes Heimspiel war gleich ein ganz wichtiges, da unsere Gäste vom ESV Ludwigshafen wahrscheinlich auch nicht um den Aufstieg mitspielen werden und wir uns einige Chancen ausrechneten. Unsere Mannschaft war komplett und Alexander Sperling hatte sich auch Brötchen mitgebracht- die Ausgangsposition war also ideal.
Schon in der Eröffnung geriet ich gegen Robert Völpel in eine schlechte Stellung, nachdem ich - ganz nach dem Grundsatz "Wer rochiert, hat Angst" - erst einmal mit meinem Springer ein paar überflüssige Züge machte und dann meinen König in die Mitte stellte. Dort stand er sehr aktiv :). Es funktionierte bereits eine hübsche Kombination, aber mein Gegner entschied sich für einen Bauerngewinn, der zu einem gewonnen Endspiel führte.

Kleine Aufgabe: Wie konnte Weiß am Zug am schnellsten gewinnen?
(Auflösung am Ende des Berichts)

Diagramm

An Brett 3 gewann Jörg Weyerhäuser relativ schnell gegen Torsten Rykeit. Alexander stand gegen Volkmar Klein besser, allerdings verteidigte sich dieser gut. Raphael Zayadeh opferte gegen Dr. Uwe Gerstel die Qualität und erhielt dafür einen gedeckten Freibauern auf der 6. Reihe, allerdings war dieser nicht besonders gefährlich und schließlich konnte Raphaels Gegner einen Freibauern am Damenflügel bilden, der nicht aufzuhalten war. An Brett 6 tauschte Dr. Andreas Hipler recht schnell Figuren und landete in einem schlechten Endspiel, das er schließlich aufgeben musste. Auch Olaf Stephan an Brett 8 verlor seine Partie. Es stand also bereits 1:3.
Doch dann gewannen Vincent Bremer und Peter Römer an Brett 7 und 4 jeweils ihre Partien, weshalb ein Unentschieden noch möglich war. Mein Gegner an Brett 1 spielte ein bißchen ungenau, weshalb es noch zu einem Läuferendspiel mit einem Minusbauern für mich kam, das aber klar gewonnen für Weiß war. Alle Versuche noch irgendwie Remischancen zu bekommen scheiterten und so verlor auch ich meine Partie. Inzwischen hatte Alexander ein gewonnenes Damenendspiel mit einem Mehrbauern erreicht. Es gelang ihm alle gegnerischen Bauern abzutauschen und ein gewonnenes Endspiel Dame+Bauer gegen Dame zu erreichen. Laut Nalimov Endspieldatenbank konnte Alexander in 48 Zügen ein Matt erzwingen, aber der Gewinnweg ist auch mir nicht direkt verständlich. Alexander hatte zwar die leicht bessere Zeit, entschloß sich aber mit seinem Monarchen zum gegnerischen König zu laufen, wonach bereits ein Matt drohte und die Stellung nicht mehr zu gewinnen war. Alexander nahm daher ein Remis an und der Mannschaftskampf endete 3,5:4,5.
Ein etwas enttäsuchendes Ergebnis, aber man kann ja nicht jeden Mannschaftskampf gewinnen :).

Lösung der Aufgabe: 1.Txd6! Kxd6 2.Td1+ Kc7 [2...Ke7 3.Lc5+ Ke8 (3...Ke6 führt direkt zu einem schönen Matt 4.Td6+ Ke7 5.Txh6+ Ke8 6.Txh8#) 4.Dxe5+ mit Damengewinn] 3.Lxb5 Kb7 [nach 3..De7 4.Da5+ Kb8 5.La6 ist das Matt nicht mehr zu verhindern. Es droht Lc5-d6.] 4.Lxc6+ und Weiß gewinnt mindestens die Dame.


Landau II - Ingelheim I (08.10.06, 2.RLP-Liga-Süd, 1. Runde)
von Felix Kling

Durch den Ausfall von Peter Römer leicht geschwächt (für ihn spielte Anton Feiertag) machte sich unsere 1. Mannschaft nach Landau auf. Alexander Sperling verzichtete darauf in Ingelheim zu frühstücken, schließlich kann man das ja auch in Landau nachholen- so dachte er zumindest. In Landau wurde er dann von der nahezu perfekten Vorbereitung unserer Gegner überrascht: Landau hatte nämlich dafür gesorgt, daß kein einziger Bäcker auf hatte und so setzte sich Alexander hungrig ans Brett.
Nachdem die Paarungen verlesen worden waren, dauerte es daher nicht lange, bis er zuschlug und die Dame seines Gegners an Brett 5 verspeiste. Es stand also quasi schon nach ca. 45 Minuten 1:0 für uns, auch wenn der Gegner von Alexander noch nicht aufgeben wollte. Vincent Bremer verlor an Brett 4 zwar erst nur einen Bauern, wickelte aber in ein verlorenes Turmendspiel ab und musste schließlich die Partie aufgeben. An Brett 6 spielte Dr. Andreas Hipler Remis.
Der Zwischenstand nach etwa 2 Stunden: Eigentlich 1,5:1,5 .

Am Spitzenbrett sah es gut für mich aus, da mein Gegner in eine gut vorbereitete Variante lief und sich sehr viel Zeit für seine Züge nahm. An Brett 2 konnte Raphael Zayadeh feststellen, daß sein Gegner Probleme mit der Eröffnung hatte, weshalb ein ganzer Punkt erwartet werden konnte. Jörg Weyerhäuser an Brett 3 spielte eine Variante, die schon Steinitz gerne spielte. Der Gegner von Jörg verlor relativ schnell einen Bauern ohne etwas dafür zu bekommen. Olaf Stephan stand an Brett 7 ganz gut, er hatte zwar keinen großen Vorteil aber zumindest das angenehmere Spiel. Anton Feiertag spielte schon die Eröffnung leider nicht so gut und musste schließlich aufgeben. Zwischenstand: Quasi 2,5:1,5 für Landau.

An Brett 2 konnte sich Raphaels Gegner dann in ein Remis durch Dauerschach retten und Olaf stellte einfach seinen Turm und damit die Partie ein. Beim Stand von eigentlich 4:2 für Landau bemerkte der Gegner von mir an Brett 1, Henning Silber, plötzlich, daß ihm nur noch wenige Minuten für 13 Züge blieben. Ich lehnte angesichts des Punktestandes ein Remis meines von der DWZ her 400 Punkte stärkeren Gegners ab- um dann die Partie in wenigen Zügen einzustellen, indem ich zuerst meine Dame ungünstig tauschte und dann meinen Läufer einsperren ließ. Jörg konnte zwar noch gewinnen, aber es stand quasi 5:3 für Landau und der Mannschaftskampf war verloren. Aber hatte eigentlich der Gegner von Alexander inzwischen aufgegeben? Verwundert musste ich feststellen, daß Alexander, trotz der bei Schwarz nicht mehr vorhandenen Dame, es nicht schaffte die Festung seines Gegners zu durchbrechen. Er ließ eine einfache Gewinnmöglichkeit aus und war auch so (material-)hungrig- er hatte ja nicht gefrühstückt-, daß er auch ein gutes Qualitätsopfer übersah und die Partie schließlich im Remis endete.
So stand es am Ende 2,5:5,5 für Landau, aber ich denke wir haben uns trotzdem ganz gut verkauft.


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